JR
Einmal KEINE ungenierte Kopie....
Ich habe schon lange ein Herz für die günstigen Minipedale aus Fernost. Etliche Drivekisten von Mooer, diverse Modulationseffekte von Yuer, Hotone etc.., und alle leisten wunderbare Dienste, nicht nur angesichts des Preises! Üblicherweise kopieren die Chinesen dreist einen klassischen Schaltkreis und das machen sie zumeist wirklich gut!
Beim Lil Heat scheint eine eigene Entwicklung (zusammen mit dem genialen Greg Koch) vorzuliegen, und die hat es in sich! Denn der orangene Zwerg kann echt was! Aber der Reihe nach:
Verarbeitung: sehr guter China-Standard, optisch ohne Tadel, Lackierung und Design perfekt (mit einer Ausnahme, dazu später). Aus Platzgründen müssen die logischen Kompromisse in Kauf genommen werden: winzige Knöpfchen, kein Batteriebetrieb (für mich ohnehin kein Thema) und beim Drauftreten etwas instabil (kleine Grundfläche). Auch das ist mir Wurscht, ich schraub die Pedale ohnehin mit Mounties fest...
Features: da gibt es nur das Notwendige: Heat (=Drive), Volume und Tone, Input, Output, 9V-Anschluss - fertig! An sich reicht diese Ausstattung schon seit mehr als einem halben Jahrhundert, siehe diverse Klassiker und Boutiquies, Sparta lässt grüßen... Jetzt kommt meine kleine Nörgelei: DC-Buchse an der Seite; ich hätte sie gern an der Stirnseite, weil durch den Formfaktor eh schon kaum Platz, aber bitte, das ist Jammern auf hohem Niveau, ich kann damit leben!
Sound: in meinem ganze Arsenal von Drive/Boost-Pedalen finde ich keines, das dem Lil Heat recht nahe kommt! Es ist kein Tubescreamer, kein OCD, kein Klon/Archer, nicht Fender- oder Marshall-, auch kein Vox-Amp in a box.... Es ist einfach eigen und auch ein bisschen eigenartig. Wird manche abschrecken, MICH triggert aber genau das! Sogar störrisch könnte man das Ding nennen, denn die Regler können den Sound nicht verbiegen, nur feintunen. Das Lil Heat hat von allem eine ordentliche Portion: Bass, Mitten, Höhen (aber nie harsch), Drive mehr als die Artikelbeschreibung vermuten lässt, Volume satt, Tiefe, Bauch, Wärme und gleichzeitig Aggressivität, Durchsetzungskraft, Dynamik, Reaktion auf das Gitarrenvolumepoti,....wow!
Verwirrt? Ja, ich auch ein wenig. Denn "Low-Gain" ist relativ, das Pedal zerrt auch mit Gain (Heat) auf Minimum schon bei Singlecoils, wenn auch nur wenig und dann so, wie ein Röhrenverstärker am Breakup/Sweet spot. Erstaunlich, wie stabil die fetten Bässe auch mit Halspickup bleiben!
Für mich ist das neu und ich werde deshalb noch ein wenig Zeit brauchen, um die perfekte Kombi mit vor-/nachgeschalteten Drive-Pedalen zu finden, denn so mach ich seit langem meinen Sound: (Low)Gainstacking und den Zerrgrad an der Gitarre regeln, ganz old school halt. Mit dem Lil Heat funktioniert das super und hat Charakter!
Fazit: ganz sicher nicht everybody's darling!! Das Ding hat seinen eigenen Schädel, mit dem kommt man zurecht oder eben nicht, basta! An der Qualität auch im Sound gibts nichts, aber auch gar nichts auszusetzen! Man muss sich ein wenig mit dem Kleinen zusammen setzen und tüfteln, Beziehungsarbeit sozusagen, aber man wird belohnt und zu dem Preis kann man eigentlich gefahrlos Kontakt aufnehmen, denk ich! Probiert es aus, wenn ihr mal weg wollt vom Mainstream!!
Beim Lil Heat scheint eine eigene Entwicklung (zusammen mit dem genialen Greg Koch) vorzuliegen, und die hat es in sich! Denn der orangene Zwerg kann echt was! Aber der Reihe nach:
Verarbeitung: sehr guter China-Standard, optisch ohne Tadel, Lackierung und Design perfekt (mit einer Ausnahme, dazu später). Aus Platzgründen müssen die logischen Kompromisse in Kauf genommen werden: winzige Knöpfchen, kein Batteriebetrieb (für mich ohnehin kein Thema) und beim Drauftreten etwas instabil (kleine Grundfläche). Auch das ist mir Wurscht, ich schraub die Pedale ohnehin mit Mounties fest...
Features: da gibt es nur das Notwendige: Heat (=Drive), Volume und Tone, Input, Output, 9V-Anschluss - fertig! An sich reicht diese Ausstattung schon seit mehr als einem halben Jahrhundert, siehe diverse Klassiker und Boutiquies, Sparta lässt grüßen... Jetzt kommt meine kleine Nörgelei: DC-Buchse an der Seite; ich hätte sie gern an der Stirnseite, weil durch den Formfaktor eh schon kaum Platz, aber bitte, das ist Jammern auf hohem Niveau, ich kann damit leben!
Sound: in meinem ganze Arsenal von Drive/Boost-Pedalen finde ich keines, das dem Lil Heat recht nahe kommt! Es ist kein Tubescreamer, kein OCD, kein Klon/Archer, nicht Fender- oder Marshall-, auch kein Vox-Amp in a box.... Es ist einfach eigen und auch ein bisschen eigenartig. Wird manche abschrecken, MICH triggert aber genau das! Sogar störrisch könnte man das Ding nennen, denn die Regler können den Sound nicht verbiegen, nur feintunen. Das Lil Heat hat von allem eine ordentliche Portion: Bass, Mitten, Höhen (aber nie harsch), Drive mehr als die Artikelbeschreibung vermuten lässt, Volume satt, Tiefe, Bauch, Wärme und gleichzeitig Aggressivität, Durchsetzungskraft, Dynamik, Reaktion auf das Gitarrenvolumepoti,....wow!
Verwirrt? Ja, ich auch ein wenig. Denn "Low-Gain" ist relativ, das Pedal zerrt auch mit Gain (Heat) auf Minimum schon bei Singlecoils, wenn auch nur wenig und dann so, wie ein Röhrenverstärker am Breakup/Sweet spot. Erstaunlich, wie stabil die fetten Bässe auch mit Halspickup bleiben!
Für mich ist das neu und ich werde deshalb noch ein wenig Zeit brauchen, um die perfekte Kombi mit vor-/nachgeschalteten Drive-Pedalen zu finden, denn so mach ich seit langem meinen Sound: (Low)Gainstacking und den Zerrgrad an der Gitarre regeln, ganz old school halt. Mit dem Lil Heat funktioniert das super und hat Charakter!
Fazit: ganz sicher nicht everybody's darling!! Das Ding hat seinen eigenen Schädel, mit dem kommt man zurecht oder eben nicht, basta! An der Qualität auch im Sound gibts nichts, aber auch gar nichts auszusetzen! Man muss sich ein wenig mit dem Kleinen zusammen setzen und tüfteln, Beziehungsarbeit sozusagen, aber man wird belohnt und zu dem Preis kann man eigentlich gefahrlos Kontakt aufnehmen, denk ich! Probiert es aus, wenn ihr mal weg wollt vom Mainstream!!
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S
...
Der Grundsound des Pedals ist schon geschmackvoll, aber leider auch ein bisschen ein One Trick Pony. Der Low Gain Bereich könnte größer sein und das Tone Poti arbeitet etwas seltsam. Man kann es fast völlig zudrehen ohne einen dumpfen Sound zu bekommen.
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